Donnerstag, 11. November 2010

Nach so viel Schlichtheit: BOMMELALARM !!!

Wie schon vor ein paar Tagen angedeutet, geht es manchmal mit mir durch. So auch am letzten Wochenende geschehen. In Form von Stickereien, Bändereinen und noch noch einigem, pinkem Zeugs. Das Ergebnis ist diese herzallerliebste Damentasche. Wohl eher für kleine Damen mit ausgeprägtem Farbbewusstsein. Aber ich habe mir sagen lassen, die soll es geben....


Mit allem, was das pinke Fach so hergeben hat:


Und wer nicht selber nähen möchte, das gute Einzelstück ist ab sogleich im fijnen Lädchen rasch zu haben! Bleibt zu erwähnen, dass ich noch einen lila Taschenrohling jungfräulich zuhause lieben habe. Jummi, da würde das pinke Stickreh bestimmt ganz vorzüglich passen....

Mittwoch, 10. November 2010

Die Lotta mal wieder...

Meine Heldin der Schlichtheit und der schönen Muster ist ganz eindeutig die liebe Lotta Jansdotter! Also ob sie wirklich lieb und nett ist, weiss ich natürlich nicht, aber wer so schöne Sachen macht, muss einfach irgendwie entspannt sein. Das Attribut "entspannend" bezeichnet ihr Arbeiten für mich sehr treffend.

Dabei ist es ganz egal, ob sie schöne Dinge für die Wohnung näht, super praktische Babyaccessoires erklärt oder zu den verschiedensten Druckexperimenten auf Stoff, Wand und mehr anregt. Mir gefallen alle ihre Bücher, besonders das Simple Sewing, welches mittlerweile auch in einer deutschen Variante erhältlich ist. Es war mein Einstieg in die Näherei. Es ist das Nähbuch, aus welchem ich definitiv die meisten Sachen nachgenäht habe. Die Stücke sind einfach nachzuarbeiten und sehen super aus!

Vor ein paar Tagen bin ich auf das mittlerweile virte Buch von Lotta gestoßen, ich welchen sie die Türen zu ihrer Wohnung und ihrem Atelier in New York öffnet. Es heisst Handmade Living und ist bisher ausschließlich in englisch erhältlich.


 
Lotta Jansdotter zeigt darin verschiedene Styling-Ideen und verrät tolle Rezepte aus Schweden. Sehr praktisch auf kleinen Kärtchen zum Heraustrennen übrigens! Die verschiedenen Räume werden gezeigt und beschrieben, das letzte Kapitel zeigt ihr Atelier. Darauf muss man bei diesen Bildern einfach neidisch sein!



Fazit: Ein sehr schönes Buch mit kleinen Ideen und der ein oder anderen Bastelanleitung. Man sollte aber den schlichten, nordischen Style schon mögen, sonst könnte man die Einrichtung vielleicht doch irgendwie langweilig finden. Für mich aber absolut unvorstellbar, ich würde mich dort sehr gerne aufs Sofa kuscheln :)


Als (Weihnachts-) Geschenk kann ich mir das Buch übrigen auch sehr gut vorstellen, nur für die frühen Geschenkesammler!

Was mich übrigens brennend interessiert, wie macht Ihr (berufstätigen) Bloggeristas das eigentlich mit dem Fotografieren?? Also wenn ich morgens aus dem Haus gehe, ist es dunkel. Wenn ich abends wiederkomme, ebenfalls. Und mit normalen Lampen zu fotografieren ist einfach zu gruselig. Und die Baustrahler mag ich auch nicht immer in der Wohnung stehen haben. Das Buch habe ich heute mittag auf dem großen Tisch in der Agentur fotografiert, aber das ist doch auch keine Lösung. Bleibt eigentlich nur das Wochenende oder eine andere tolle Idee. Also, wie macht Ihr das denn?

Großartiges Viral

Hm, ich versuche jetzt mal eine Brücke vom großartigen neuen T-Mobile Viral zu Handmade im weitesten Sinne zu schlagen. Also, a capella ist ja irgendwie handgemacht. So oder so ähnlich. Auf jeden Fall hat dieses tolle Video mir diesen tristen Morgen versüßt. Aber, schaut es Euch selber an:



Im letzten Jahr gab es schon einen Dance-Flashmob am Liverpooler Bahnhof, das neue Video wurde am Flughafen Heathrow gedreht. Natürlich stehen den Marketern von T-Mobile satte Budgets für solche Aktionen zur Verfügung, mir ist die Umsetzung einer so tollen Idee aber allemal lieber als der tausendste Fernsehspot. Also, bitte mehr Marketing, welches auf "echten" Ideen basiert!

Öhm, kurze Randbemerkung, am Freitag fahre ich mit dem Zug nach Köln, nur falls irgendwer einen so tollen Flashmob plant, so etwas würde ich ja zu gerne einmal live erleben :)

Sonntag, 7. November 2010

Change is part of live - oder: ein Pieps aus dem Off

Wider der hier geäußerten Befürchtungen, der Garten hat mich nicht verschlungen. Aber die Kombination aus nie gekanntem Arbeitspensum in der Agentur und einigen Veränderungen im fijnen Leben lassen gerade einfach keine Ruhe für die Bloggerei.

Die Nähmaschine rattert fast ausschließlich für die treuen dawanda-Käufer/innen, so denn ein paar freie Minuten bleiben. Und selbst an arbeitsfreien Wochenenden fehlt irgendwie die Energie für große Taten. Zwei aktuelle Beispiele: ein heutiger Flohmarktbesuch OHNE Eroberungen (naja, vielleicht hätte ich den Medizinball für 30 Euro doch mitnehmen sollen) und ein Ikea-Lauf ohne auch nur ein Fitzelchen Stoff (oder sonst irgendwas) zu kaufen.

Den November über heisst es noch durchhalten, im Dezember dann endlich die ersehnten freien Tage mit vielen Plänen. Ganz oben steht mal wieder ausmisten und der Versuch, die wichtigen Dinge zu erkennen und sich vom Rest einfach zu lösen. Ich werden Bericht erstatten, wie es klappt. Der Anfang ist auf jeden Fall jetzt schon einmal mit einer "Verkaufen-Sammel-Ecke" gemacht.

Ansonsten hat der Regen der letzten beiden Tage die tollen Feuerblätter vom geliebten Baum vor dem Schlafzimmerbalkon gefegt und an den kahlen Anblick (inklusive des Durchblicks zu den Nachbarhäusern) muss ich mich noch gewöhnen. Aber hier noch ein Bild der letzten Blättertage.


Den heutigen Nachmittag hat mir übrigens die aktuelle Brigitte versüßt, in welcher sich wirklich tolle Basteltipps finden. Die Spitzen auf den Vasen muss ich unbedingt ausprobieren!

Naja, und nur dawanda-Bestellungen habe ich ja auch nicht genäht, gestern ist es mädchenmäßig ein wenig mit mir durchgegangen. Mit Schlichtheit kommt man ja auch nicht immer weiter... ein kleiner Teaser gefällig?


Schwer tüddelig, ich weiss, aber irgendwie auch gut. Zwischen all dem Leinen :) Euch wünsche ich noch einen schönen Restsonntag, am späteren Abend läuft ja noch die großartige Kommissarin Lund. Mal schauen, ob ich es wachen Auges schaffe...

Dienstag, 14. September 2010

Schlangenfraß, Wurzelhaufen und der Rosenbogen

Hm, verwirrende Überschrift, also der Reihe nach. In der letzten (Urlaubs-)woche wurde nun leider nicht mehr gefräst, und aktuell sieht es auch nicht danach aus. Es ist matschig. Ziemlich matschig. Zu matschig um irgendwas auf bloßer Erde zu machen. Die Klumpen an den Gummistiefeln werden nach kürzester Zeit gigantisch.

Trotz der zwei totalen Regentage in der letzten Woche haben wir am Wochenende dann doch noch was geschafft, am Samstag mit netter Unterstützung, am Sonntag war der fleißigste Helfer verkatert und der Rest auf der Couch gefangen. Der Rosenbogen sollte trotzdem aufgestellt werden, also habe ich ihn eben alleine zusammengebastelt und einbetoniert. Mittelerfolgreich, weil irgendwie nicht tief genug in den Beton gesteckt, aber trotzdem gut. Hoffe er überlebt ein paar Sommer und kann die beiden hübschen Kletterrosen tragen.

 
Übrigens ist nicht der Bogen schief (ja, mit der Wasserwaage kontrolliert), sondern die alten Torpfosten dahinter. So schlimm pfusche ich nun auch nicht....

Denn endlich endlich habe ich auch mal was gepflanz, das allererste mal im Garten. Genauer waren es zwei Kletterrosen und zwei Clematis an den Rosenbogen. Und jetzt wachsen bitteschön, denn im nächsten Jahr hätte ich so gerne einen Dornröschen-Eingang...


Na ja, die erste Rose war eigentlich die 28. Pflanze im neuen Garten, denn vorher wurden bereits 27 Heckenpflanzen eingesetzt. Die alte Ligusterhecke auf der halben Eingangsseite des Gartens war leider bis auf zwei kümmerliche Reste nicht mehr vorhanden, deshalb musste eine neue her. Vorher mussten allerdings die alten Wurzeln raus. Und das war nicht so wirklich lustig. Aber auf jeden Fall empfehlenswert, sollte man irgendwelchen Groll gegen irgendetwas hegen. Kann man alles rauslassen. Einfach den den Wurzeln zerren, die Kreuzacke schwingen und ein wenig fluchten. Das Ergebnis ist dann so ein Haufen:


Und am nächsten Tag diese tolle Hecke (ja, noch ein wenig klein, aber das wird schon noch). Den Rindenmulch konnte ich mir nicht verkneifen, das ist so herrlich spießig. Irgendwie. Außerdem ist es wirklich ein Erlebnis, ein Einkaufswagen mit fünf Säcken Rindenmulch zur Baumarktkasse zu manöverieren.


Ok, jetzt hätten wir den Wurzelhaufen und den Rosenbogen aus der Überschrift abgearbeitet, nun fehlt noch der Schlangenfraß. Und das ist schon ein wenig spektakulär. Denn wenn man an der neuen Hecke vorbeigeht und in den nächsten Garten rechts hinein, findet man dort Wolfgang und Erika. Wolfgang besitzt in seiner Gartenhütte eine tolle Werkstatt und hat uns Technikdeppen erst mal den Häcksler angeschmissen. Von Erika gab es einen Putzeimer voll frischer Karotten. Nette Menschen. Mit einem Koiteich im Garten. In dem es nun zwei Kois weniger gibt. Und dafür eine satte Ringelnatter. Hallo? Wusstet Ihr, dass Ringelnattern Kois verspeisen? Zwei Stück zum Abendessen? Brrrr, das ist wirklich keine schöne Vorstellung. Nie nie kommt mir ein Teich in den Garten.

Ich komme mittlerweile mit den Wühlmäusen zurecht. Die finde ich schon nicht so toll. Aber es ist nun mal ein Garten und das gehört dazu. Aber koiverspeisende Schlangen? Nein, da mag ich nicht dran denken. Ich weiss, ganz ungiftig und ganz geschützt und alles. Aber bitte bitte liebe Schlange, bleib beim Nachbarn. Der hat lecker Kois. Bei uns gibts nur Wurzeln. Nicht lecker. Nein nein. Und unsere drei tollen neuen Komposthaufen, ganz frisch aufgesetzt, sind gaaar nicht gut geeignet für Winterruhe oder Schlangenbabynester, neinneinnein.....

Mittwoch, 8. September 2010

Nass. Sehr nass. Zu nass.

Blödes Wetter. Ich muss jetzt mal schimpfen. Eigentlich mag ich Regen gerne, aber nicht in dieser Woche. Denn ich habe eine Woche kostbaren Urlaub. Das Fräsen gestern ist schon wegen zu nassem Boden ausgefallen und wie dieser bis zum Freitag (nächste Fräs-Option) wieder abtrocknen soll, ist mir ein Rätsel.


Also stehen heute hausfrauliche Tätigkeiten an. Na ja, vielleicht passt es ja ganz gut, mal wieder die gewaschene Wäsche in den Schrank zu sortieren und das ein oder andere Fädchen wegzusaugen. Am Sonntag gab es übrigens einen ganz und gar fabulösen Pflaumenkuchen, den ich Euch nicht vorenthalten will. Hier noch im ungebackenen Zustand, fertig haben wir ihn zu viert ratzfatz verputzt. Stilecht im Garten unter einem Apfelbaum. Naja, neben einem Apfelbaum, aber immerhin.


Das Rezept ist aus der Brigitte und wirklich wirklich nachbackenswert. Ein paar kleine Abwandlungen hinsichtlich Backzeit (ca. 40 Minuten) und Vanillezucker in den Streuseln (zwei Päckchen), sonst aber prima prima prima. Und nicht wundern, der Hefeteig will nicht so wirklich aufgehen (zu schwer), klappt aber beim Backen dann doch prima. Hier findet Ihr das Rezept.

Dem Wetter versuche ich nachher noch mit einer Wimpelkette für den Garten zu trotzen, am besten wohl direkt aus Wachstuch. Könnte ja vielleicht sein, dass eventuell noch das ein oder andere Tröpfchen fällt. Hm. Nur vielleicht dann nächste Woche wieder...

Dienstag, 7. September 2010

Rotkehlchen und Waschbeton

Nein nein, Frau fijn wurde nicht vom Garten geraubt. Auch wenn es solche Vermutungen gibt :)

Aber es ist schon ziemlich unglaublich, wieviel Zeit der Garten verschlingt, obwohl er doch eigentlich noch gar keiner ist. Mittlerweile ist auch mir klar, dass es mit ein wenig schneiden und pflanzen nicht getan ist, sondern eher Richtung Neuanlage eines Gartens tendiert. Gut > weil alle Möglichkeiten vorhanden, schlecht > weil viel zu viele Möglichkeiten. Ein schöner Bauerngarten soll es werden, soviel ist klar. Aber die Ideen kommen und die ersten Rindenmulchwege sollen diese Woche noch folgen. Wenn der blöde Regen bitte ganz schnell wieder weiterzieht.

Heute sollte eigentlich der zukünstige Gemüsegarten gefräst werden, damit die ganzen fiesen Wurzeln endlich verschwinden. Leider wird das bei dem Regen nichts. Blöd, aber nicht zu ändern. Dafür darf die Nähmaschine endlich wieder rattern. Und ein kleiner Besuch im Baumarkt steht heute auch noch an, klassisches Generatorenshopping eben. Was anderen die schnieke Herbstjacke ist, ist dieses Jahr mein Stromgenerator. Bleubt zu hoffen, dass wir das Ding zum Laufen bekommen und der Häcksler sich mit dem Stromangebot zufrieden gibt.

Ansonsten begleitet mich dieses süße Tierchen seit Tagen zuverlässig auf Schritt und Tritt, immer in der Hoffnung auf ein wenig freigelegten Boden mit lecker Würmchen drin. Ganz schön zutraulich, die Rotkehlchen.


Rechts neben dem Vögelchen seht Ihr übrigen die ersten 32 Waschbetonplatten, die der nette Vorbesitzer als Wegbelag in den Beeten verteilt hat. Bei jedem Rechen und Graben stößt man auf einen neuen Weg. SCHRECKLICH! Die Dinger sind die PEST! Und unfassbar schwer. Von Euch braucht nicht zufällig ca. 50 Waschbetonplatten in 50 x 50 cm????

Ansonsten warten wir jetzt auf 27 Ligusterpflanzen für die neue Hecke, die alte konnten wir leider nur zum Teil erhalten. Die Brombeeren haben einfach alles erstickt, unter netter Hilfe es Efeus. Ich stehe im Gartenmarkt immer fassungslos vor Efeu und Brombeerpflanzen und kann nicht begreifen, wie man dieses Zeugs freiwillig kaufen kann :) Das ist jedenfalls aus unseren Brombeeren geworden, denn vor dem Roden habe ich die schnell doch noch ein wenig abgeerntet...